Aktuelles aus der Praxis

Partnersuche: Blick auf die Zähne

Wie eine jüngst auf der Statistikseite statista.de veröffentlichte Studie zeigt, schauen Menschen auf der Suche nach einem Partner zuallererst in dessen Gesicht. Während sich hier Männer und Frauen noch einig sind, driften ihre Ansprüche bei Punkt zwei etwas auseinander. Der Umfrage unter rund 3000 Singles zufolge achten Männer als zweitwichtigsten Aspekt auf die Augen der Frau – die Frauen dagegen auf die Zähne des Mannes. Das Aussehen der Zähne landete bei den äußeren Werten, die Männer beachten, erst auf Platz drei. Vergleichbar ist aber der Anteil der Personen, die Zähne als relevant für die Attraktivität erachten: Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen betrachteten rund zwei Drittel der Befragten die Zähne als wichtig für den Gesamteindruck. Das „Drumherum", die Lippen und der Mund insgesamt, spielten dagegen eine deutlich kleinere Rolle. Viele weitere Studien bestätigen die gewichtige Rolle der Zähne für die Attraktivität – nicht nur für den privaten Erfolg, sondern auch für den beruflichen. Eine Langzeitstudie der Universität Hamburg ergab, dass fast 90 % der Bundesbürger davon ausgehen, dass schöne Zähne auch bei der Karriere helfen.  

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Neue Studie: Zahngesundheit Zwölfjähriger hervorragend

Regelmäßig erhebt die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) den Mundgesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen hierzulande. Die vor wenigen Wochen veröffentlichten Daten der jüngsten Studie zeigen, dass immerhin vier von fünf Kindern im Alter von 12 Jahren kariesfreie bleibende Zähne haben. Zusammen mit Dänemark liegt Deutschland mit diesen Werten auf dem internationalen Spitzenplatz. Grund für die naturgesunden Zähne dieser großen Anzahl an jungen Jugendlichen sind nicht zuletzt die vielfältigen Prophylaxe-Maßnahmen in Familie, Schule und Zahnarztpraxis. Allerdings wies die DAJ auch darauf hin, dass erneut ein deutlich zu hoher Wert für zerstörte Milchzähne notiert werden musste, auch wenn insgesamt die erhobenen Werte für eine gestiegene Mundgesundheit im Milchzahnalter sprächen: Im Alter von 6 – 7 Jahren hatten gerade einmal knapp 54 % aller Kinder naturgesunde Zähne. Im Alter von 3 Jahren zeigten bereits fast 14 % aller Kinder karieszerstörte Milchzähne. Die Studienergebnisse zeigen erneut, dass eine kleine Gruppe von Kindern besonders viele geschädigte Zähne haben, nicht selten handelt es sich hier um Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Der Vorstand der DAJ betonte daher, dass es weiterhin und verstärkt Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft sei, die mundgesundheitliche Chancengleichheit in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen.

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Zahn ausgeschlagen: was tun?

Wenn bei einem Sturz oder Unfall ein Zahn ausgeschlagen wurde oder ein Teil abgebrochen ist, muss das nicht zwingend bedeuten, dass keine Reparatur mehr möglich ist. Wird das abgebrochene oder herausgebrochene Zahnstück richtig aufbewahrt, kann es in der Zahnarztpraxis nicht selten wieder an- bzw. eingesetzt werden – vorausgesetzt, es wird zeitnah eine Zahnarztpraxis aufgesucht und der Zahn bzw. der abgebrochene Teil sofort richtig „aufbewahrt". Am besten eignen sich dafür sogenannte Zahnrettungsboxen, sagte kürzlich Prof. Dr. Wolfgang Buchalla, Universitätsklinik Regensburg, in der Zeitschrift Apotheken Umschau. Diese fänden sich in vielen Sporthallen, aber auch in vielen Schulen und Schwimmbädern. Ist keine Zahnrettungsbox verfügbar, geht auch kühle H-Milch. Notfalls nutzt auch gesammelter Speichel. Auch wenn es letztlich darum geht, dass der Zahn bzw. das Zahnstück feucht bleibt, kommt es doch darauf an, dass die feuchthaltende Flüssigkeit den Bedürfnissen des Zahnes entspricht – ihn in Wasser zu legen, ist hier der falsche Weg: Es würde alles weggespült, was das Wiedereinsetzen erleichtern soll. Ziel bei einem ausgeschlagenen Zahn ist der Erhalt der wichtigen faserbildenden Zellen an der Zahnwurzel – nur sie können das Wiedereinwachsen des Zahnes ermöglichen.

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Enge Verbindung: Diabetes und Parodontitis

Wie eine aktuelle Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift für Diabetiker zeigt, haben Diabetiker – unabhängig ob vom Typ 1 oder Typ 2 – dreimal so oft eine bakterielle Zahnbettinfektion (Parodontitis) wie Nicht-Erkrankte. Problematisch ist auch, dass bei den „Zuckerkranken" die Zahnbettentzündung belastender verläuft: Sie entwickelt sich schneller und schwerer und führt öfter zu Zahnverlust als bei gesunden Patienten. Die betroffenen Patienten müssen daher häufiger als gesunde Patienten Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt wahrnehmen, mehr Aufwand mit sehr sorgfältiger Mundhygiene betreiben und ihren Blutzuckerspiegel immer gut eingestellt halten. Bei Verdacht, dass etwas aus dem Ruder gelaufen sein könnte mit der empfindlichen Mundgesundheit, sollte sicherheitshalber ein Zahnarzt aufgesucht werden. Problematisch ist die Verbindung von Diabetes und Parodontitis aber auch umgekehrt: Ist dauerhaft eine Entzündung im Mund (Parodontitis) und befindet sich das Immunsystem ständig im Abwehrmodus, senkt das die Wirkung des Insulins. Dadurch kommt der Blutzuckerspiegel aus dem Lot.

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Zahnpasta: Immer neue Entwicklungen

Für eine gute Mundhygiene gehören Zahnbürste und Zahnpasta zusammen. Einerseits spült der sich beim Zähneputzen entwickelnde Schaum Nahrungsreste auch aus Zahnzwischenräumen und bindet lockeren Zahnbelag, der leichter ausgespült werden kann. Andererseits poliert die Zahnpasta Beläge auf den Zahnoberflächen weg und reduziert somit raue Stellen, an denen sich Kariesbakterien anhaften könnten. Problematisch wird es, wenn der Schmirgeleffekt zu stark ist: Dann entsteht erst recht eine angeraute Oberfläche. Deshalb gibt es Zahnpasten in verschiedenen Schmirgelstärken. Was für einen Raucher, der Nikotinbeläge wegbekommen möchte, sinnvoll sein kann, kann für einen anderen Patienten ohne Rotwein-, Tee- oder Nikotin-Pigmente auf den Zähnen schon zu stark sein. Auch das Fraunhofer Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen in Halle hat sich der Verbesserung von Zahnpasten verschrieben: Einerseits sollen die bisher noch in vielen Kosmetikartikeln enthaltenen winzigen Kunststoffteilchen (Mikroplastik) endgültig vom Markt kommen, andererseits soll das neue Produkt gut reinigen, ohne den Zahnschmelz allzu stark abzuschmirgeln. Wie eine entsprechende Presseinformation vor wenigen Wochen vermeldete, zeigen sich Versuche mit Buchenholz-Cellulose als vielversprechend. Zudem sei die Herstellung kostengünstig, das Produkt biologisch abbaubar, und vegan ist es auch noch. Derzeit wird die Marktreife vorbereitet.

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Zahnverlust: Implantat oder Regelversorgung?

Zu den großen Leistungen der modernen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gehört das breite Spektrum an zahnärztlichen und zahntechnischen Möglichkeiten, einen verloren gegangenen Zahn bzw. einen größeren Zahnverlust zu ersetzen. Dem Patienten bieten sich verschiedene Verfahren, zwischen denen er – nach Beratung durch den Zahnarzt – eine Auswahl treffen muss. Neben der Frage der Kosten müssen dabei auch die persönlichen Voraussetzungen seitens des Patienten berücksichtigt werden wie seine Fähigkeiten zur Mundhygiene, eventuelle Vorerkrankungen, seine Ansprüche an Komfort und Ästhetik oder auch seine Erwartungen an die geplante Versorgung und sein Verhältnis zur eigenen Gesundheit insgesamt. Beispielsweise könne es für den Patienten wichtig sein, dass – anders als bei einer kronengetragenen Brücke – die Nachbarzähne um die Zahnlücke bei einer Implantat-Lösung nicht beschliffen werden müssen: Damit geht dann auch keine natürliche Zahnhartsubstanz verloren. Auch könne, so Prof. Dr. Germán Gómez-Román, Pressesprecher der DGI/Deutsche Gesellschaft für Implantologie, im Interview mit einer Tageszeitung, ein nicht mehr stabil sitzender Zahnersatz, egal ob herausnehmbar oder festsitzend, mit einer Implantat-Unterstützung wieder stabilisiert beziehungsweise fixiert werden. Welche prothetische Versorgung für den Patienten die beste ist, erfordert also das Abwägen vieler verschiedener Aspekte. Im Vorfeld einer Beratung in der Zahnarztpraxis macht es daher Sinn, sich bereits erste Informationen zu beschaffen (Beispielsweise auf der DGI-Website: https://www.dginet.de/web/dgi/patients).

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Zahnform & Funktion: Altersbedingte Veränderungen

Nicht nur der Körper, auch der Mund verändert sich mit dem steigenden Lebensalter. Normal ist, dass der Zahnschmelz dünner wird, die Zähne wirken dunkler und schimmern auch nicht mehr so wie in jungen Jahren. Ihre Form verändert sich durch die Abnutzung, besonders an den Seiten und an der Kante der Schneidezähne. Wiewohl man meinen könnte, dass dies ältere Patienten stört, zeigen Untersuchungen, dass sie sogar zufriedener mit ihren eigenen Zähnen sind als junge Menschen. Allerdings nur dann, wenn sie noch viele eigene Zähne haben. Es lohnt sich also unbedingt, so ein aktueller Fachartikel zum Thema SeniorenZahnMedizin in einer Fachzeitschrift, die Zähne auch in höherem und hohen Alter unbedingt gut zu pflegen und zu erhalten. Viele ältere Patienten erleben, dass ihre Zähne immer „länger" werden: Dabei weicht lediglich das Zahnfleisch zurück und es wird mehr von der Zahnwurzel sichtbar. Das Problem, das eher typisch für Menschen in höherem Alter ist: Aufgrund des zurückgewichenen Zahnfleisches fehlt ein Bakterienschutz und es bildet sich eher Zahnwurzelkaries. Prophylaxetermine beim Zahnarzt sind daher für ältere Patienten mindestens ebenso relevant wie für junge.

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Regelmäßig Tabletten: Konsequenzen für den Mund

Besonders, wenn eine Erkrankung neu diagnostiziert wurde und zur Behandlung die regelmäßige Einnahme von Tabletten gehört (Beispiel: Bluthochdruck), ist vielen Patienten nicht bewusst, dass diese hilfreichen Arzneimittel auch Nebenwirkungen haben können – und das auch oder gerade im Mund. Wenn bei der Beratung in der Arztpraxis der Bereich „Nebenwirkungen" nicht gezielt angesprochen und erklärt wird, empfiehlt der aktuelle Patientenratgeber (ZahnRat) der fünf Landeszahnärztekammern in den neuen Bundesländern, spätestens in der Apotheke nachzufragen – hier ist meist die Anspannung, die vielleicht bei der ärztlichen Beratung noch groß war, schon deutlich geringer und die Aufmerksamkeit für solche Informationen größer. Bluthochdruckpräparate beispielsweise, aber auch solche zur Beruhigung und gegen Depressionen, können den Speichelfluss reduzieren. Der „trockene Mund" ist nicht nur ungewohnt und vielleicht auch unangenehm: Speichel hat eine große Aufgabe zur Gesunderhaltung des Biotops Mundhöhle und damit auch der Zähne. Ist der Speichelfluss reduziert, kann das System aus dem Lot geraten und Karies und Zahnfleischentzündungen begünstigen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den reduzierten Speichelfluss zu kompensieren – hier ist die Zahnarztpraxis eine kompetente Anlaufstelle, um sich in Theorie und Praxis beraten zu lassen.

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