Wenn es heißt, jemand habe Angst vor dem Zahnarzt, heißt das eigentlich etwas anderes: Es handelt sich um Angst vor den Schmerzen, die eine anstehende Behandlung auslösen könnte – manchmal ist die Angst vor dem Behandlungsschmerz so groß, dass sie die bereits vorhandenen Zahnschmerzen sogar noch übersteigt. Die Zeiten, dass man Behandlungsschmerz aushalten muss, sind allerdings vorbei, und die Vielfalt an Möglichkeiten, diesen Schmerz nicht spürbar zu machen, ist sehr groß. Während in manchen Fällen sogar komplett auf Narkose-Präparate verzichtet werden kann, weil eine entsprechende zahnärztliche Hypnose bereits ausreicht, stehen für die anderen Fälle verschiedene Möglichkeiten und Betäubungsmittel-Zubereitungen zur Verfügung. Wichtig ist daher, im Vorfeld genau auf mögliche bestehende Erkrankungen, Allergien oder Medikamente einzugehen, die Auswirkungen auf die geplante örtliche oder weitergehende Narkose haben könnten – darauf verwies die Zahnärztin und Anästhesie-Spezialistin Prof. Dr. Dr. Monika Daubländer (Universität Mainz) in einem Beitrag des Mundgesundheits-Informationsdienstes proDente. Ein zentraler Wirkstoff bei Narkose-Präparaten ist das Adrenalin, das die Narkose-Wirkung verlängert und die Durchblutung im Behandlungsbereich reduziert. Da dieser Wirkstoff bei manchen Erkrankungen nicht genutzt werden darf, gehört ein klärendes Vorgespräch zur anstehenden Behandlung unter Betäubung dazu. In diesen wie auch in anderen Fällen von gesundheitlichen Vorbelastungen stehen Alternativpräparate zur Verfügung, die sich in der Praxis bewährt haben, so dass es letztlich für alle Patientengruppen ein gut geprüftes Schmerz-ausblendendes Narkosemittel gibt.
Laut einer aktuellen Meldung der Bundeszahnärztekammer werden die Gründe für Mundgeruch von fast jedem zweiten Bundesbürger falsch eingeschätzt. Eine forsa-Umfrage hatte kürzlich gezeigt, dass rund 53 % der Befragten meinten, Mundgeruch stünde mit Zahnschmerzen in Verbindung – was so nicht richtig ist. Eine kleine Mehrheit allerdings antwortete korrekt: Wenn es aus dem Mund riecht, ist nicht selten eine Parodontitis, eine Zahnbettinfektion entscheidend daran beteiligt. Es sei wichtig, bei Anzeichen von Mundgeruch eine Kontrolluntersuchung in der Zahnarztpraxis vornehmen zu lassen: Es sollte raschestmöglich geklärt werden, ob der Geruch beispielsweise von einem übersehenen faulenden Ernährungsrest ausgeht oder gar von einer sich entwickelnden Parodontitis. Um die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, wurde die digitale Aufklärung über die Website www.paro-check.de gestartet. Erfreuliche weitere Ergebnisse der forsa-Umfrage: Rund 80 % aller Befragten ordneten richtigerweise Zahnfleischbluten und freiliegende Zahnhälse als mögliche Parodontitis-Symptome ein, und über 80 % wussten, dass eine Parodontitis ungünstige Auswirkungen auf die gesamte körperliche Gesundheit haben kann. Auffällig ist, dass besonders bei jüngeren Menschen bis 30 Jahre das Wissen um Parodontitis und ihre Risiken im Vergleich zu älteren Befragten deutlich unterentwickelt ist.
Laut einer aktuellen Meldung der Bundeszahnärztekammer werden die Gründe für Mundgeruch von fast jedem zweiten Bundesbürger falsch eingeschätzt. Eine forsa-Umfrage hatte kürzlich gezeigt, dass rund 53 % der Befragten meinten, Mundgeruch stünde mit Zahnschmerzen in Verbindung – was so nicht richtig ist. Eine kleine Mehrheit allerdings antwortete korrekt: Wenn es aus dem Mund riecht, ist nicht selten eine Parodontitis, eine Zahnbettinfektion entscheidend daran beteiligt. Es sei wichtig, bei Anzeichen von Mundgeruch eine Kontrolluntersuchung in der Zahnarztpraxis vornehmen zu lassen: Es sollte raschestmöglich geklärt werden, ob der Geruch beispielsweise von einem übersehenen faulenden Ernährungsrest ausgeht oder gar von einer sich entwickelnden Parodontitis. Um die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, wurde die digitale Aufklärung über die Website www.paro-check.de gestartet. Erfreuliche weitere Ergebnisse der forsa-Umfrage: Rund 80 % aller Befragten ordneten richtigerweise Zahnfleischbluten und freiliegende Zahnhälse als mögliche Parodontitis-Symptome ein, und über 80 % wussten, dass eine Parodontitis ungünstige Auswirkungen auf die gesamte körperliche Gesundheit haben kann. Auffällig ist, dass besonders bei jüngeren Menschen bis 30 Jahre das Wissen um Parodontitis und ihre Risiken im Vergleich zu älteren Befragten deutlich unterentwickelt ist.
Entzündungen in Mund sind ein Krankheitsprozess, den sicher – in der einen oder anderen Ausprägung – jeder schon einmal hatte: Zahnfleischentzündungen beispielsweise. Im Anfangsstadium kann man sie oft selbst „heilen": Putzt man häufig und sehr sorgfältig, auch wenn es vielleicht anfangs weh tut, die Zahnbeläge weg, deren bakterielle Inhalte die Entzündung auslösen und voranbringen, kann der Selbstheilungsprozess des Körpers die Entzündung meist gut in den Griff bekommen. Insofern wird auch deutlich, warum eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) nicht selbst und zuhause behandelt werden kann: In die tieferen Taschen und Nischen gelangt keine Zahnbüste, um dort die bakteriellen Beläge zu entfernen. Der Prozess ist mit einer Zahnbürste letztlich nicht zu stoppen – auch wenn intensive Mundhygiene dafür sorgt, dass es keinen Nachschub an Entzündungskeimen gibt. Während bei der Behandlung an Ort und Stelle rund um den Zahn Tiefen-Sauberkeit mit Entfernung der infizierten Gewebe herbeigeführt wird, gibt es in entsprechenden Fällen auch den ergänzenden Weg einer medikamentösen Unterstützung: Über die Blutbahn werden antibakterielle Medikamente wie Antibiotika in das Behandlungsgebiet transportiert. Da es inzwischen immer öfter Antibiotika-Resistenzen gibt und außerdem die Darmflora belastet wird, sucht die Wissenschaft weltweit nach Alternativen. Mittlerweile zeigt sich, wie eine Zahnärzte-Zeitung kürzlich berichtete, dass die Behandlung mit Phagen (spezialisierte Viren) ein spannender Weg sein und werden kann. Auch interessant und offenbar ebenfalls wert, weiter geprüft zu werden: ein Liquid, eine Art elektrochemisch aufgeladene Salz-Wasser-Mundspül-Lösung. Im Ausland gibt es dazu bereits ermunternde Erfahrungen. Möglicherweise ist dieses Vorgehen bald auch in immer mehr Zahnarztpraxen in Deutschland zu finden.
Entzündungen in Mund sind ein Krankheitsprozess, den sicher – in der einen oder anderen Ausprägung – jeder schon einmal hatte: Zahnfleischentzündungen beispielsweise. Im Anfangsstadium kann man sie oft selbst „heilen": Putzt man häufig und sehr sorgfältig, auch wenn es vielleicht anfangs weh tut, die Zahnbeläge weg, deren bakterielle Inhalte die Entzündung auslösen und voranbringen, kann der Selbstheilungsprozess des Körpers die Entzündung meist gut in den Griff bekommen. Insofern wird auch deutlich, warum eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) nicht selbst und zuhause behandelt werden kann: In die tieferen Taschen und Nischen gelangt keine Zahnbüste, um dort die bakteriellen Beläge zu entfernen. Der Prozess ist mit einer Zahnbürste letztlich nicht zu stoppen – auch wenn intensive Mundhygiene dafür sorgt, dass es keinen Nachschub an Entzündungskeimen gibt. Während bei der Behandlung an Ort und Stelle rund um den Zahn Tiefen-Sauberkeit mit Entfernung der infizierten Gewebe herbeigeführt wird, gibt es in entsprechenden Fällen auch den ergänzenden Weg einer medikamentösen Unterstützung: Über die Blutbahn werden antibakterielle Medikamente wie Antibiotika in das Behandlungsgebiet transportiert. Da es inzwischen immer öfter Antibiotika-Resistenzen gibt und außerdem die Darmflora belastet wird, sucht die Wissenschaft weltweit nach Alternativen. Mittlerweile zeigt sich, wie eine Zahnärzte-Zeitung kürzlich berichtete, dass die Behandlung mit Phagen (spezialisierte Viren) ein spannender Weg sein und werden kann. Auch interessant und offenbar ebenfalls wert, weiter geprüft zu werden: ein Liquid, eine Art elektrochemisch aufgeladene Salz-Wasser-Mundspül-Lösung. Im Ausland gibt es dazu bereits ermunternde Erfahrungen. Möglicherweise ist dieses Vorgehen bald auch in immer mehr Zahnarztpraxen in Deutschland zu finden.
Nicht nur Angst ist bei manchen Menschen ein Grund, eine Untersuchung in der Zahnarztpraxis zu vermeiden: Auch Scham kann ein so starkes Gefühl sein, dass man sich selbst damit schadet – darauf weist die Mundgesundheitsinitiative proDente in einer aktuellen Information hin. Betroffene sorgen sich beispielsweise, dass sie aufgrund der fortschreitenden Zerstörung von Zähnen oder Zahnfleisch seitens des Praxisteams kritisiert werden, es ist ihnen peinlich, dass sich ihre Situation so ungesund entwickelt hat. Je weiter die Betroffenen Kontrolle und Behandlung aber aufschieben, um so größer wird die Belastung: Irgendwann muss im Rahmen einer Behandlung ein Ende der Zerstörungsentwicklung gesetzt werden, um das, möglich ist, zu erhalten oder Verluste zu rekonstruieren. Wie sehr diese Menschen ihre eigene Situation und auch die mit der Zeit sich oft drastisch darstellenden Veränderungen im Mund belastet, zeigt sich auch daran, dass viele im Beisein anderer nicht mehr lachen oder sprechen. Dass ein oft auch bakteriell erkrankter Mund auch Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit haben kann, ist zwar vielen Betroffenen bekannt – wird aber ebenfalls verdrängt. Die Angst vor dem Zahnarztbesuch überwiegt alles. Nicht selten sind Kindheitserfahrungen der Grund. Wie die Initiative proDente mitteilt, kann auch Behandlungsangst der Eltern sich auf die Kinder übertragen. Wichtig zu wissen: Die Zahnarztpraxen kennen das Problem und sind mit passenden Behandlungskonzepten gut auf solche Patienten vorbereitet.
Nicht nur Angst ist bei manchen Menschen ein Grund, eine Untersuchung in der Zahnarztpraxis zu vermeiden: Auch Scham kann ein so starkes Gefühl sein, dass man sich selbst damit schadet – darauf weist die Mundgesundheitsinitiative proDente in einer aktuellen Information hin. Betroffene sorgen sich beispielsweise, dass sie aufgrund der fortschreitenden Zerstörung von Zähnen oder Zahnfleisch seitens des Praxisteams kritisiert werden, es ist ihnen peinlich, dass sich ihre Situation so ungesund entwickelt hat. Je weiter die Betroffenen Kontrolle und Behandlung aber aufschieben, um so größer wird die Belastung: Irgendwann muss im Rahmen einer Behandlung ein Ende der Zerstörungsentwicklung gesetzt werden, um das, möglich ist, zu erhalten oder Verluste zu rekonstruieren. Wie sehr diese Menschen ihre eigene Situation und auch die mit der Zeit sich oft drastisch darstellenden Veränderungen im Mund belastet, zeigt sich auch daran, dass viele im Beisein anderer nicht mehr lachen oder sprechen. Dass ein oft auch bakteriell erkrankter Mund auch Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit haben kann, ist zwar vielen Betroffenen bekannt – wird aber ebenfalls verdrängt. Die Angst vor dem Zahnarztbesuch überwiegt alles. Nicht selten sind Kindheitserfahrungen der Grund. Wie die Initiative proDente mitteilt, kann auch Behandlungsangst der Eltern sich auf die Kinder übertragen. Wichtig zu wissen: Die Zahnarztpraxen kennen das Problem und sind mit passenden Behandlungskonzepten gut auf solche Patienten vorbereitet.
Seit über 30 Jahren ist in Deutschland der 25. September der „Tag der Zahngesundheit". Besonders der Aspekt der Vorbeugung von Zahn- und Munderkrankungen steht dabei im Fokus, ergänzt um Mundgesundheitsthemen, die verschiedene Patientengruppen besonders betreffen. Im diesem Jahr geht es am 25. September vor allem um die Kinder in Kita und Grundschule. Hier ist das Haupt-Einsatzfeld der sogenannten „Gruppenprophylaxe": Teams aus Zahnärzten und ausgebildeten Prophylaxe-Fachkräften gehen in Kitas und Grundschulen und bringen den Kindern altersgerecht die jeweils richtigen Schritte zur Zahnpflege bei und schauen auch darauf, wie der Mundgesundheitszustand der Kinder ist. Neben den Angeboten in den Zahnarztpraxen werden auf diese Weise über die Gruppenprophylaxe auch viele solcher Kinder erreicht, die nicht über ihre Familie den Weg in die Zahnarztpraxen finden. Frühzeitig kann das Prophylaxeteam dabei unterstützen, beginnende Zahnschäden alsbald zahnärztlich behandeln zu lassen. Alljährlich werden über 4,5 Millionen Kinder in Deutschland mit dem Angebot der Gruppenprophylaxe erreicht, das sind vier von fünf Kindern insgesamt. Zum Programm gehört nicht nur das richtige Zähneputzen, sondern auch der mundgesundheitlich relevante Aspekt Ernährung sowie die Motivationsförderung, die kostenlosen Angebote zur Mundgesundheitskontrolle in der Zahnarztpraxis wahrzunehmen. Ziel ist, mit gesundem Milchgebiss in ein gesundes bleibendes Gebiss zu starten und die Zähne möglichst ein leben lang gesund zu erhalten.