Aus vielen unterschiedlichen Gründen kann Knochen verloren gehen, der den natürlichen Zahn halten muss und, wenn notwendig, auch den Zahnwurzel-Ersatz, das Implantat. Dann muss bei der Planung der Implantatversorgung ein „Knochenersatz" mitberücksichtigt werden. Art und Umfang hängen dabei von der speziellen Situation bei dem individuellen Patienten ab. Für manche Menschen reicht eine kleine Menge Knochenersatzmaterial, dann wird meist auf industriell hergestellte Medizinprodukte zurückgegriffen. Bei großen Knochenverlusten ist die Lösung dieses Problems anspruchsvoller und es bieten sich verschiedene Vorgehensweisen an. Dazu gehört nicht zuletzt, anstelle von industriell gefertigten Medizinprodukten auf körpereigenes (Knochen-)Material zurückzugreifen, das sich durch Entnahme an anderer Stelle und entsprechende Aufbereitung gewinnen lässt. Auf die Frage, ob es hier einen richtigen und einen falschen Weg gibt, stellte Prof. Dr. Frank Schwarz, Präsident der DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie), in einer Antwort auf eine Medienanfrage vor wenigen Wochen klar heraus, dass es durchaus verschiedene Wege gebe, sein Ziel zu erreichen. Wichtig sei, dass ein Verfahren unter realistischen Alltagsbedingungen zu ermöglichen ist. Aspekte wie diese und entsprechende Erfahrungen würden bei Fachkongressen unter den Kollegen intensiv diskutiert und für die praktische Anwendung in der Zahnarztpraxis übernommen.
Anders als Krokodile, bei denen Zähne mehrfach nachwachsen können, gibt es beim Menschen nur zwei Dentitionen: die Milchzähne und die „bleibenden" Zähne. Dritte Zähne gibt es dann nur noch von Zahnärzten und Zahntechnikern als „Zahnersatz". Untersuchungen zeigen, dass trotz aller Aufklärung noch überraschend viele Familie davon ausgehen, dass die Pflege der Milchzähne und eventuell auftretende Karies nicht so schlimm sei – die Zähne fielen ja ohnehin wieder aus. „Das ist aber grundlegend falsch", erklärte bei einer Pressekonferenz in Berlin Prof. Dr. Stefan Zimmer von der Zahnklinik Witten-Herdecke. Er betonte: „In die Zeit der Milchzähne fallen die wichtigsten Entwicklungen des Kindes." Es lerne in dieser Zeit sprechen, es wachse und entwickle dabei auch seine zukünftige Gesichtsform. Dabei steuern Milchzähne genau diese Aspekte – und weitere mehr. Gehen Milchzähne dann vorzeitig verloren, könne die Sprachentwicklung und das natürliche Gesichtswachstum beeinträchtigt werden. Es sei zudem nicht so, dass die Kleinkinder keine Schmerzen durch die Karies empfänden. Bei fehlenden Milchzähnen kann die Ernährung nicht regelgerecht erfolgen, und nicht zuletzt kann der bleibende Zahn oft seinen natürlichen Platz nicht einnehmen, weil Nachbarzähne in die entstandene Zahnlücke gekippt sind und dem Nachfolger den Platz versperren. Dann sucht er sich einen neuen Weg in die Mundhöhle – eine Entwicklung, die später oft mit aufwändiger kieferorthopädischer Behandlung wieder korrigiert werden muss. Bis die Situation optimiert werden kann, sind Kinder nicht selten belastenden Hänseleien durch andere Kinder ausgesetzt. Es gebe also sehr viele verschiedene Gründe, so Prof. Dr. Zimmer, die Milchzähne ernst zu nehmen und für ihre Gesundheit zu sorgen.
Zuerst einmal kommt es immer auf den persönlichen Fall und den Umstand an, warum ein Zahn verloren gegangen ist und – eventuell – durch Implantat-getragenen Zahnersatz ersetzt werden soll. Es gibt sehr junge Patienten, für die Implantate beispielsweise nach einem Sportunfall hilfreich sind. Im Blickpunkt steht bei dieser Frage aber zumeist der ältere und alte Patient. Je älter die Menschen werden, um so mehr müssen sich Zahnarztpraxen auf Patienten einstellen, die chronisch krank sind und / oder mehrere Krankheiten gleichzeitig haben und entsprechend verschiedene Medikamente erhalten. Je nach Erkrankung und auch Medikamenten-Einnahme, darauf verwies Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake (Universität Göttingen) kürzlich bei einer Medienanfrage, kann die Prognose bei einem chirurgischen Eingriff und damit auch einer Implantat-Behandlung ungünstiger aussehen als bei weitgehend gesunden Patienten. Aber auch bei schwieriger Ausgangslage seien heute Lösungen denkbar, wenn bestimmte Voraussetzungen vor, während und nach der Behandlung berücksichtigt werden. Dennoch gebe es besondere Erkrankungen und Medikamenten-Folgen, die hinsichtlich einer geplanten implantologischen Versorgung kritisch zu sehen seien. Durch entsprechende Fortbildungen nicht zuletzt seitens der DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie) werden chirurgisch und implantologisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte für solche besonderen Herausforderungen speziell geschult.
Zuerst einmal kommt es immer auf den persönlichen Fall und den Umstand an, warum ein Zahn verloren gegangen ist und – eventuell – durch Implantat-getragenen Zahnersatz ersetzt werden soll. Es gibt sehr junge Patienten, für die Implantate beispielsweise nach einem Sportunfall hilfreich sind. Im Blickpunkt steht bei dieser Frage aber zumeist der ältere und alte Patient. Je älter die Menschen werden, um so mehr müssen sich Zahnarztpraxen auf Patienten einstellen, die chronisch krank sind und / oder mehrere Krankheiten gleichzeitig haben und entsprechend verschiedene Medikamente erhalten. Je nach Erkrankung und auch Medikamenten-Einnahme, darauf verwies Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake (Universität Göttingen) kürzlich bei einer Medienanfrage, kann die Prognose bei einem chirurgischen Eingriff und damit auch einer Implantat-Behandlung ungünstiger aussehen als bei weitgehend gesunden Patienten. Aber auch bei schwieriger Ausgangslage seien heute Lösungen denkbar, wenn bestimmte Voraussetzungen vor, während und nach der Behandlung berücksichtigt werden. Dennoch gebe es besondere Erkrankungen und Medikamenten-Folgen, die hinsichtlich einer geplanten implantologischen Versorgung kritisch zu sehen seien. Durch entsprechende Fortbildungen nicht zuletzt seitens der DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie) werden chirurgisch und implantologisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte für solche besonderen Herausforderungen speziell geschult.
Zuerst einmal kommt es immer auf den persönlichen Fall und den Umstand an, warum ein Zahn verloren gegangen ist und – eventuell – durch Implantat-getragenen Zahnersatz ersetzt werden soll. Es gibt sehr junge Patienten, für die Implantate beispielsweise nach einem Sportunfall hilfreich sind. Im Blickpunkt steht bei dieser Frage aber zumeist der ältere und alte Patient. Je älter die Menschen werden, um so mehr müssen sich Zahnarztpraxen auf Patienten einstellen, die chronisch krank sind und / oder mehrere Krankheiten gleichzeitig haben und entsprechend verschiedene Medikamente erhalten. Je nach Erkrankung und auch Medikamenten-Einnahme, darauf verwies Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake (Universität Göttingen) kürzlich bei einer Medienanfrage, kann die Prognose bei einem chirurgischen Eingriff und damit auch einer Implantat-Behandlung ungünstiger aussehen als bei weitgehend gesunden Patienten. Aber auch bei schwieriger Ausgangslage seien heute Lösungen denkbar, wenn bestimmte Voraussetzungen vor, während und nach der Behandlung berücksichtigt werden. Dennoch gebe es besondere Erkrankungen und Medikamenten-Folgen, die hinsichtlich einer geplanten implantologischen Versorgung kritisch zu sehen seien. Durch entsprechende Fortbildungen nicht zuletzt seitens der DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie) werden chirurgisch und implantologisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte für solche besonderen Herausforderungen speziell geschult.
Der Volksmund sagt: Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn. Ob das richtig oder falsch ist, erklärte Prof. Dr. Stefan Zimmer (Universität Witten-Herdcke) bei einer Presseveranstaltung in Berlin. Sein Resümee: Der Volksmund hat sowohl recht als auch unrecht. Unrecht hat er insofern, als Zahnverlust in der Schwangerschaft keineswegs „normal" ist. Das Zahnfleisch, ist hormonell bedingt in dieser Zeit etwas lockerer und empfindlicher. Bakterien haben es leichter, sich festzusetzen, zu verstecken und zu Gewebereizungen und Erkrankungen zu führen. Wenn eine schwangere Frau schon vorher eine – zumal unentdeckte – Parodontitis (Zahnbettentzündung) hatte, kann sie in der Zeit der Schwangerschaft deutlich schneller voranschreiten. Das kann dann tatsächlich bis zu Zahnverlust führen. Weshalb der Volksmund unrecht hat: Es ist nicht die Schwangerschaft, die zum Zahnverlust führt, sondern die Entzündungsentwicklung im Zahnbett und die spezifische Plaque. Wird die Mundhygiene sorgfältig betrieben und werden die Bereiche im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung regelmäßig kontrolliert und gepflegt, ist ein Zahnverlust in der Regel vermeidbar. Studien haben gezeigt, dass mit der Schwangerschaft in Verbindung gebrachter Zahnverlust vor allem bei solchen Patientinnen beobachtet wurde, die sich nicht um eine sorgfältige Mundhygiene bemühten oder sich mit schwangerschaftsbedingten Veränderungen (häufiges Erbrechen etc.) nicht an ihre Zahnarztpraxis wandten. Die Zahnärzteschaft und ihre Teams sind auch in diesem Bereich gut ausgebildet und können vielfältige Hilfestellungen bieten.
Obwohl immer mehr Menschen auch im fortgeschrittenen Alter noch natürliche Zähne haben, gibt es doch zahlreiche Patienten, die gänzlich zahnlos sind. Ein gut sitzender Zahnersatz stellt bei wenig Verankerungsmöglichkeiten die Zahnärzte und Zahntechniker aber vor größere Herausforderungen. In einem Interview wies Prof. Dr. Günter Dhom aus Ludwigshafen, ehemaliger Präsident der DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie), jetzt darauf hin, dass der Zeitpunkt der Behandlung und die persönliche Situation des Patienten eine gewichtige Rolle bei der Entscheidung für das Zahnersatz-Verfahren spielt. Technisch stünden verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, wenn die Prothese festsitzend auf einem Implantat verankert werden soll. Ob der Zahnersatz nun durch Steg-, Teleskop-, Kugelkopf- oder sogenannte Locatoren-Technik oder andere Maßnahmen im Kiefer verankert wird, müsse mit Blick auf den Zeitpunkt im Leben des Patienten und seine Lebensphase entschieden werden. Die Voraussetzungen für einen auch aus Sicht des Patienten guten Behandlungserfolg hängen davon ab, wie alt der Patient ist, ob er fit und vital ist und sich noch gut selbst versorgen kann oder bereits jetzt oder absehbar auf fremde Hilfe angewiesen ist. Für einen chronisch erkrankten Patienten kann die Auswahl an Verfahren anders ausgehen als für einen Gesunden, der auch großen Wert auf das Aussehen legt. Zahnärzte beachten bei der Auswahl zudem die mögliche Restbezahnung im Gegenkiefer und stimmen die fachlichen Aspekte mit den persönlichen Wünschen der Patienten ab.
Nicht zuletzt in der Werbung wird „2 x täglich Zähneputzen" propagiert – eine Pauschalierung, gegen die sich Präventivzahnmediziner Prof. Dr. Stefan Zimmer (Universität Witten-Herdecke) entschieden wehrt. Aus Anlass des diesjährigen Tages der Zahngesundheit wies er darauf hin, dass die richtige Anzahl und auch die richtige Putzdauer nur individuell festgelegt werden kann. Jemand, der insgesamt gesund ist und gut die Zahnbürste führen kann, erreicht in kürzerer Zeit eine plaquefreiere Zahnreihe als Menschen, die entweder die Zahnbürste kaum richtig halten können oder auch krank sind und belastende Medikamente nehmen müssen. Auch die oft angegebene durchschnittliche Putzdauer ist nicht in Stein gemeißelt: Sie habe früher drei Minuten betragen, so Zimmer, und sei nun auf zwei Minuten abgesenkt worden – seit elektrische Zahnbürsten aus den USA auf den deutschen Markt kommen mit auf zwei Minuten voreingestelltem Timer. Studien hätten gezeigt, dass selbst nach fünf Minuten sorgfältiger Putzdauer noch keineswegs bei jedem Patienten der größte Teil der Zahnbeläge entfernt waren – bei manchen Menschen auch nach zehn Minuten nicht, bei anderen war war zwei Minuten alles weitgehend gereinigt. Sein Tipp: Mit Plaqueanfärbetabletten aus der Apotheke kann jeder selbst testen, wie gut und wie schnell man seine eigenen Zähne rundum sauber bekommt.