Fluoride: Diskussion aus den USA

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGKiZ) stellt fest, dass „die in den USA entbrannte Debatte um die Trinkwasserfluoridierung den Weg nach Deutschland findet – obwohl Trinkwasser hierzulande gar nicht fluoridiert wird.“ Sie warnt vor falschen Schlüssen.

In den vergangenen Jahren habe es Studien gegeben, die nachzuweisen versucht hätten, dass Trinkwasserfluoridierung nachteilige Folgen für die gesundheitliche Entwicklung bei Kindern habe – wissenschaftlich bestätigt sei dies in keinem Fall, zudem durch Medienberichte in der Dateninterpretation auch verzerrt worden. Beispielsweise stammten rund dreiviertel aller herangezogenen Studien aus China, aus Gebieten mit sehr hoher natürlicher Fluoridkonzentration im Trinkwasser, zudem wurden auch Elemente wie Arsen dort gefunden. Die in China gefundenen Fluoridkonzentrationen seien in Deutschland unrealistisch und weder durch Tablettenaufnahme noch lokales Auftragen zu erreichen.

In Deutschland gibt es einen Grenzwert laut Trinkwasserverordnung von 1,5 mg Fluorid pro Liter, fast überall in Deutschland läge der tatsächliche Anteil bei 0,3 %. Studien aus Ländern, die mit der deutschen Trinkwasser-Situation vergleichbar seien, hätten keinerlei Zusammenhänge von Fluoridgehalt im Trinkwasser und Entwicklungsstörungen bei Kindern gezeigt. Die Fluoridierung bleibt ein wichtiges, anerkanntes und bestätigtes Verfahren zum Schutz der Zähne vor säurebedingter Zerstörung.

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